Anträge, Genehmigungen und Angebote – der normale Wahnsinn in unserem Leben als Bauherren

Bisher mussten wir schon allerhand Anträge stellen, auf Genehmigungen warten und Angebote einholen. Zusammenfassend kann man sagen, dass man vorausschauend planen – lieber zu früh als zu spät – muss und Angebote vergleichen sollte. Eco übernimmt die Zusammenstellung der Bauantragsunterlagen, nimmt aber nicht alle „Hausaufgaben“ ab, d. h. die Beauftragung der Versorger (Strom, Wasser, Telefon, Gas) sind Bauherrensache. Ich kann nur dazu raten, sich frühzeitig per Website und Telefon nach Terminen, Fristen, Kosten und allgemeinen Abläufen zu erkundigen.

Ja, es ist anstrengend, sich nach einem langen Arbeitstag noch damit auseinandersetzen zu müssen, aber es gehört zum Hausbau dazu. 🙂

Bauantrag / Genehmigung Trink- und Abwasser

Angefangen hat es bei uns mit dem Bauantrag. Dieser wurde uns von Eco zusammen mit zwei Anträgen für den Wasser- und Abwasserverband Nauen für die Genehmigung der Hausanschlüsse (Trink- und Abwasser) zugeschickt.

Den Bauantrag haben wir bei dem für uns zuständigen Bauordnungsamt Nauen abgegeben, die Anträge an den WAH weitergeleitet. Der WAH war sehr schnell – die Genehmigungen hatten wir, nebst Gebührenbescheid, zwei Wochen später in der Post.

Bauwasser / Baustrom (Hausanschlüsse)

Anfang Juli haben wir (ich gebe zu, ich habes es etwas vor mir hergeschoben) Angebote für die Errichtung der Trinkwasser- / Schmutzwasserleitungen sowie für (Bau-) Strom eingeholt. Hier lohnt es sich, Angebote zu vergleichen, mit den Mitarbeitern der Unternehmen zu sprechen, wie voll die Auftragsbücher sind und auf sein Bauchgefühl zu hören. Wir haben insgesamt zehn Anfragen gestellt und sieben Rückmeldungen erhalten.

Herr Neumann aus Hohen Neuendorf, welcher unseren Baustromanschluss errichten sollte, hat freundlicherweise die Anmeldung der Hausanschlusssäule bei der e.dis für uns koordiniert. Kurz darauf meldete sich die Firma Eltav, welche den Hausanschluss am 26. August 2019 errichtete.

Herr Pritzkow aus Nauen haben wir mit unseren Hauswasseranschlüssen betraut. Am 17. Juli 2019 fand die erste Kontaktaufnahme statt, am 22. August 2019 haben wir Bauwasser erhalten.

Mit beiden Unternehmen sind wir bisher sehr zufrieden.

Erdgasanschluss / Telekom (Hausanschlüsse)

Nach Erhalt der Baugenehmigung haben wir uns um die Gas- und Telekomanschlüsse gekümmert. Für den Erdgasanschluss ist das Unternehmen EMB (Erdgas Mark Brandenburg GmbH) zuständig. Nach einer ersten Kontaktaufnahme in Falkensee wurde ich von Frau P. aus Potsdam kontaktiert. Sie erklärte mir die weiteren Schritte, schickte mir Unterlagen per Mail zu und leitete diese entsprechend weiter. Im Anschluss erhielten wir von der RAKW aus Königs Wusterhausen die Aufforderung, einen Termin zur Herrichtung des Gasanschlusses zu vereinbaren. Hier ist es wichtig, dass das Gerüst bereits entfernt ist. Da man erfahrungsgemäß nicht vorhersehen kann, wann dies sein wird, habe ich als Wunschtermin den Dezember angegeben. Zwar sind dort keine Termine mehr verfügbar, aber es wurde erst einmal notiert – abwarten! 🙂

Parallel haben wir die Anmeldung bei der Telekom vorgenommen, die Kommunikation erfolgte bisher nur per E-Mail. Derzeit warten wir auf eine Auftragsbestätigung.

Baustellenzufahrt

Da es sich um eine öffentliche Straße handelt, mussten wir beim Tiefbauamt eine Genehmigung für die Errichtung einer Zufahrt bzw. eines Schutzes dieser. Hierfür wurde eine beschreibbare PDF zur Verfügung gestellt. Diesen Antrag sollte man zeitnah stellen, die Bearbeitung dauert zwischen vier und sechs Wochen (!) und ist – natürlich 🙂 – kostenpflichtig. Vorherige Schäden an der Straße sind ausführlich durch die Bauherren zu dokumentieren!

Wir hatten Glück: da wir unsere vorhandene Zufahrt nutzen würden, bräuchten wir keine separate Genehmigung, sollten lediglich Baubeginn und -ende anzeigen.

Noch fünf Tage…

…bis die Bodenplatte gegossen wird. 🙂 Wir mussten 60 cm auskoffern lassen, die Grube wurde mit verdichtungsfähigem Füllboden aufgefüllt und im letzten Schritt verdichtet. Das Team der Firma Dowideit hat in unseren Augen gute Arbeit geleistet.

Nun warten wir auf den Verdichtungsnachweis und das dazugehörige Protokoll.

Als ursprünglicher Termin für die Bodenplatte wurde uns der 07. bis 09. Oktober genannt. Aber wie es so ist, durch den Bau-Boom kommt es – leider – zu Verzögerungen. Glücklicherweise handelt es sich nur um wenige Tage. Unser Urlaub ist genehmigt, der Bausachverständige informiert, alles Notwendige haben wir (hoffentlich) veranlasst.

Leider fehlt noch unsere Bautoilette – diese soll bereits aufgestellt sein, leider haben wir sie noch nicht gefunden. 🙂 Da das vermietende Unternehmen in der Nähe ansässig ist, gehe ich davon aus, dass bis spätestens Freitag (Errichtung des Streifenfundaments) nachgeliefert wird, damit unsere Baustelle „vollständig“ ist.

Feinabsteckung / Bodenarbeiten

Am 30. September 2019 sollten die Erdarbeiten beginnen, für den 27. September vereinbarte ich mit Herrn B. Von Noffke+Berteit einen Termin für die Feinabsteckung – und, was soll ich sagen? Auf das Team ist Verlass. Jeder Termin wurde eingehalten, die Kommunikation hätte nicht besser sein können und ich hatte immer einen kompetenten Ansprechpartner für meine Fragen. Auch das Unternehmen Dowideit ist tätig geworden und hat zunächst die Baustellenzufahrt errichtet. Achtung! Zumindest bei uns muss hierfür ein Antrag beim Tiefbauamt der Stadt eingereicht werden, die Bearbeitungszeit beträgt i. d. R. vier Wochen.

Es wurde planmäßig mit den Erdarbeiten begonnen, diese sollten drei Tage dauern, am 02.10. sollte der Verdichtungsnachweis erstellt werden. Zusätzlich zum „normalen“ Aushub und zur Verdichtung für die Bodenplatte haben wir gleich die Fläche für die zukünftige Terrasse sowie unseren Stellplatz ausheben und verdichten lassen.

Bauanlaufgespräch – Auf los geht’s los!

Am 3. September 2019 hatten wir unser Bauanlaufgespräch. Bauwasser (Danke an Herrn Pritzkow aus Nauen) und Baustrom (Danke an Herrn Neumann aus Hohen Neuendorf sowie Herrn J. von der Firma Eltav aus Birkenwerder) standen bereit. Wir trafen uns mit unserem Bauleiter und besprachen die weiteren Schritte – auch unser Tiefbauer, Herr R. von der Firma Dowideit, war zugegen und besprach die Einzelheiten hinsichtlich der Erdarbeiten. Auch das Angebot für den Mehrspartenhausanschluss sollten wir kurzfristig erhalten. Nun ging es tatsächlich los und es ist ein gutes Gefühl, verbindliche Zusagen von Eco, den Versorgern und allen weiteren Firmen, mit denen man zusammenarbeitet, zu erhalten.

Grenzsteinernte

Am 23. Juli 2019 wurde die Ernte auf dem angrenzenden Feld eingeholt. Aber nicht nur das Korn wurde geerntet, leider wurden hierbei auch unsere Vermessungspunkte entfernt nebst unserer zusätzlichen Markierung mittels Metallstangen und Flatterband.

Und nicht nur das – auch die Grenzsteine wurden „geerntet“ und lagen auf unserem Grundstück. Man lernt nie aus: das unzulässige Entfernen von Grenzmarkierungen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Glücklicherweise war das Unternehmen, welches das Feld pachtete, sehr freundlich, kooperativ und bereit, die Kosten für eine erneute Vermessung und Grenzsteinsetzung zu übernehmen.

Ein Gutes hatte die ganze Aktion: wir haben auf diesem Weg Kontakt zu unseren Nachbarn aufnehmen können, welche ebenfalls von der Entfernung der Markierung betroffen waren.

Der Bauantrag – wenn der Wurm plötzlich drin ist…

Es war soweit – Eco hat uns die Bauantragsunterlagen per Post am 17.06.2019 abgeschickt! Endlich konnte es losgehen! Da wir einen Antrag für ein vereinfachtes Bauverfahren stellen würden, rechneten wir mit einer Genehmigung innerhalb eines Monats. Wir leisteten gefühlt 200 Unterschriften, sichteten die Unterlagen auf Vollständigkeit und brachten die Anträge persönlich zum Bauordnungsamt in Nauen.

Jetzt hieß es wieder: warten…

Am 05.07.2019 bekamen wir Post vom Bauordnungsamt, welche unsere Seifenblase platzen ließ. Der Bauantrag sei widersprüchlich. Unvollständig. Fünf Punkte wurden moniert. Und natürlich passiert sowas auf einen Freitag, so dass wir niemanden mehr erreichen konnten.

Ich leitete das Schreiben an Eco weiter und forderte einen Rückruf bis zum kommenden Montag. Schließlich hatten wir eine Frist bis zum 12.07.2019 für eine neuerliche Einreichung, da ansonsten in das reguläre Baugenehmigungsverfahren gewechselt worden wäre.

Ein Anruf erfolgte… nicht.

Selbstverständlich sind Fehler menschlich und wo gehobelt wird fallen Späne, jedoch erwartet man in so einem Fall Unterstützung sowie schnellstmögliche Reaktion, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Schließlich verlässt man sich hinsichtlich der korrekten Fertigstellung der Unterlagen auf „seine“ Baufirma.

Um die Sache kurz zu halten: auch die Korrektur war nicht fehlerfrei, es folgten mehrere Telefonate, letztendlich hat sich das Bauordnungsamt Nauen mit Eco in Verbindung gesetzt, um die letzten Unklarheiten zu beseitigen. Durch diese Geschichte haben wir mehrere Wochen verloren – jedoch überwog die Freude, als am 29.08.2019 ENDLICH der erlösende Anruf des Bauordnungsamtes kam. Ein großes DANKE gilt unserer Sachbearbeiterin, Frau H. und auch ihren Kolleginnen, die immer freundlich und bemüht waren UND auch außerhalb der offiziellen Sprechzeiten vor Ort ansprechbar waren.

In der Zwischenzeit habe ich einen längeren Brief an Eco geschrieben, um Geschäftsleitung und Kundenservice unsere Herausforderungen nahezulegen. Zunächst blieb das Schreiben ohne jegliche Reaktion, wir nahmen daraufhin Kontakt mit unserem Verkäufer, Herrn H., auf. Dieser sagte uns zu, die Sache anzusprechen. Nach einer neuerlichen „Erinnerungsmail“ unsererseits erhielten wir endlich eine Reaktion der Geschäftsleitung. Auch hier: Danke, Herr H.!

Die Bemusterung

Am 01.05.2019 ging es gepackt und vollgetankt gegen 11:30 Uhr endlich los – um 16 Uhr durften wir in unserem Hotel in Neumünster einchecken. Trotz des Feiertages waren die Straßen ziemlich leer. Bereits um 14 Uhr kamen wir in Neumünster an und fanden unser Hotel, das „alte Stahlwerk“ ohne Probleme. Wir durften sofort einchecken, sind anschließend etwas essen und ins Kino gegangen. Am nächsten Tag standen wir früh auf, gingen frühstücken und fuhren anschließend zur Firmenzentrale in Neumünster. Das „alte Stahlwerk“ ist definitiv zu empfehlen.

Vor Ort empfing uns Herr B., zunächst erklärte er uns, welche Maßnahmen wir wegen unseres nicht perfekten Bodens gemäß Bodengutachten ergreifen müssen und er begleitete uns durch die Bemusterung, beantwortete offene Fragen und ließ uns genügend Zeit, damit wir uns entscheiden können. Ich kann nur immer wieder betonen, wie froh ich bin, dass J. und ich den selben Geschmack haben – dadurch waren wir uns immer schnell einig. 🙂

Unseren Klinkerstein haben wir im Vorfeld gefunden, bei einer von Eco durchgeführten Musterhausbesichtigung sind wir fündig geworden. Hinsichtlich der Dachsteine haben wir uns für engobierte Tondachsteine der Firma Nelskamp in altschwarz engobiert entschieden, ein Muster haben wir uns vorab zuschicken lassen. Mit der Wahl der Sanitärobjekte sowie der Treppe wollten wir noch warten. Nach der Wahl der Türen, Fenster, etc. haben wir die Zentrale nach vier Stunden zufrieden verlassen und sind zurück nach Berlin gefahren.

Der Frühstücksbereich
Hotelzimmer
Das etwas unpraktische Waschbecken
Frühstücksbereich
Unser zukünftiger Klinkerstein

Der Küchenkauf – Beratung ist nicht gleich Beratung

Im Dezember 2018 waren wir spontan in einer Filiale von Ruder Küchen. Durch andere Hausbaublogs und die Hausbaumesse konnten wir uns einen ersten Eindruck machen und suchten eine Filiale in der Nähe auf. Nachdem wir eine Runde durch die Ausstellung gemacht haben, sprach uns eine sehr freundliche Mitarbeiterin an und vereinbarte mit uns einen Beratungstermin im Januar 2019. Vielleicht bin ich da etwas speziell, aber wenn ich viel Geld für etwas ausgeben möchte, „suche“ ich mir meinen Berater gerne selber aus – wenn der erste Kontakt, ob telefonisch oder persönlich, nicht zufriedenstellend ist, gehe ich lieber woanders hin.

Am 12. Januar 2019 fuhren wir also in unsere Ruder-Küchen-Filiale. Ich war wahnsinnig aufgeregt, die Küche sollte das Herzstück unseres offenen Wohn-Ess-Bereiches und „mein“ Projekt werden. J. und ich haben uns vorher schon in mehreren Möbelhäusern inspirieren lassen und für uns war klar, dass es auf eine Nobilia-Küche hinausläuft. Vor Ort gingen wir sofort ins das Untergeschoss, wo unsere Beraterin ihren Arbeitsplatz hat – der erste Schreck: sie war nicht da, an ihrem Platz saß jemand anderes. Wir waren zwar 10 Minuten zu früh dran, jedoch hatte ich bereits zu dem Zeitpunkt ein komisches Bauchgefühl. Wir drehten wieder einmal eine Runde und sprachen dann die Dame am Schreibtisch an. Frau C. stellte sich vor und teilte uns mit, dass unsere eigentliche Beraterin seit einer Woche krank war und sie nun die Beratung mit uns durchführen würde, damit wir nicht länger warten müssten. Das war der erste Punkt, der mirbitter aufstieß – warum wird man nicht telefonisch informiert? Ich möchte gerne selbst entscheiden, ob ich den Termin verschieben möchte oder mit einer Vertretung einverstanden bin, schließlich war die krankheitsbedingte Abwesenheit seit einer Arbeitswoche bekannt. Nun gut, wenn wir schon mal da waren…

Leider waren wir mit der Beratung nicht zufrieden. Frau C. erwähnte mehrfach, dass sie eigentlich in einer anderen Filiale tätig sei, nur unseretwegen hier war und sich daher in dieser Filiale nicht gut auskenne. Jedoch konnte sie uns Fragen, wie beispielsweise wie hoch die Traglast bei einem LeMans-Schrank sei, nicht beantworten. Hier hätte ich wenigstens erwartet, dass sie sich bei Kollegen erkundigt oder kurz nachliest. Als ich ihr jedoch sagen musste, um welchen Hersteller es sich bei der Dunstabzughaube (Berbel!) handelt, war die Beratung für uns quasi vorbei.

Auch ihr Angebot, den Preis zu reduzieren, nachdem wir ihr mitgeteilt haben, dass wir uns für einen anderen Anbieter entschieden haben, haben wir abgelehnt.

Großartig war das „Catering“ – es wurde live gekocht und wir wurden während der Beratung gut verpflegt. Großes Lob an den Koch, der mich wirklich hinsichtlich der Berbel Skyline Edge beraten konnte! 🙂

Ich habe noch einen anderen Küchenverkäufer kontaktiert. Freunde haben dort ihre Küche gekauft und immer wieder betont, dass die Verkäuferin Küchen lieben muss – zu dem Zeitpunkt dachte ich, sie würden maßlos übertreiben! 🙂 Zwei Tage später hatten wir einen Termin bei KüchenTreff Stahnsdorf. Ich habe Frau T. im Vorfeld unseren Grundriss zukommen lassen, sodass sie sich ein erstes Bild machen konnte. Zunächst fragte sie uns, ob wir uns schon Gedanken gemacht und konkrete Vorstellungen hätten. JA! 🙂 Weiß Hochglanz, dunkle Arbeitsplatte, Kochinsel. Sie beriet uns von Anfang an professionell, gab sinnvolle Hinweise und zeigte uns andere Optionen auf. Schlussendlich wurde es keine Berbel, sondern eine Bora-Absauge. Nach vier Stunden war dieser Termin vorbei, zwei Wochen später hatten wir unseren zweiten Termin, hier konnten wir „unsere“ Küche als 3D-Ausdruck begutachten. Was soll ich sagen? Sie war perfekt. Wir waren absolut zufrieden mit unserer Wahl und unterschrieben den Vertrag.

Und ich kann die Aussage unserer Freunde bestätigen: Frau T. liebt Küchen! Sie beriet in meinen Augen perfekt, kannte sich mit allen Produkten aus, schlug sofort nach, wenn sie nicht zu 100 % sicher war (was nur 2x wegen spezifischer Fragen hinsichtlich der Elektro-Geräte vorkam) und war bei Rückfragen immer ansprechbar. Ich kann sie ruhigen Gewissens weiterempfehlen. 🙂

Gerade beim Thema Küchenkauf bekommt man von fünf Personen sieben unterschiedliche Meinungen. Die einen wollen Hochglanz, die anderen matte Oberflächen, wiederum andere stehen auf den Landhaus-Look. Nehmt das, was EUCH gefällt und lasst euch nicht reinreden. Für uns kam von Anfang an nur eine weiße Hochglanz-Küche in Frage, wir wurden oftmals für verrückt erklärt, weil man jeden Fleck sehen würde – EGAL! 🙂 Wir nehmen das gerne in Kauf, wenn wir dafür die für uns perfekte Küche bekommen. Geschmäcker sind zum Glück verschieden. 🙂

Die Qual der Wahl – oder: mit wem baue ich mein Traumhaus?

Das Angebot an Hausbaufirmen erschlägt einen regelrecht. Von Anfang an träumten wir von einer Stadtvilla. Wir sind beide keine Freunde von Dachschrägen und da für uns klar war, dass wir ohne Keller bauen werden, wollten wir möglichst viel Stellfläche haben.

Auf dem Richtfest von Freunden haben wir deren verantwortlichen Hausbauunternehmer kennen gelernt. Wir haben recht zeitnah einen Beratungstermin vereinbart und ließen uns von ihm unser Traumhaus kalkulieren. Das erste Angebot ließ uns schlucken. Obwohl er uns mehrere Dinge, bspw. Rolläden „schenkte“, lagen wir weit (!) über dem Preis, den wir uns vorher als absolute Schmerzgrenze gesetzt haben. Allein die gewünschte Klinkerfassade hätte einen Mehrpreis von ca. 30.000 EUR gehabt.

Also gab es für uns nur eine Möglichkeit. 1 ½ Geschosse. Kleiner. Minimalistischer. Verputzt. Glücklich waren wir nicht. Mit diesem Gefühl gingen wir nach Hause. Wir sollten ein Grundstück finden, er würde parallel Ausschau halten, im Anschluss würden wir uns erneut zusammensetzen.

Da wir das Bauvorhaben unserer Freunde miterlebt haben, entschieden wir uns letztendlich doch gegen den Herrn. Dass beim Hausbau einiges schief läuft, ist uns klar, aber was wir dort miterlebt haben, schreckte uns ab.

Zwischenzeitlich besichtigen wir Musterhäuser im Rousseaupark sowie den Musterhauspark in Werder (Havel), auch eine Hausbaumesse in Berlin haben wir uns „angetan“. Die Hausbaumesse fanden wir beide nicht gut. Man kam an keinem Stand vorbei, ohne dass einem ein Verkäufer vor die Füße sprang oder dass man eine Tüte mit Werbematerial in die Hand gedrückt bekam. „Nur gucken“ war nicht gewünscht, an den meisten Ständen wurde man nach 10 Sekunden angesprochen und nicht mehr weg gelassen.

Wer kommt eigentlich auf die Idee, rote Rosen auf einer Hausbaumesse zu verteilen?

Positiv zu erwähnen war hier die Firma Ruder Küchen. Mit diesem Unternehmen kamen wir auf der Messe zum ersten Mal in Kontakt und nahmen gerne einen Flyer mit. Dazu später mehr.

Zu Hause quoll mittlerweile unser Briefkasten über – wir haben zig Kataloge von zig Firmen bestellt, um eine Vorauswahl zu treffen. Dabei war ein Katalog der Firma Eco System Haus GmbH, einer Gesellschaft mit Hauptsitz in Neumünster. Wir sahen Klinker, Klinker und noch mehr Klinker! 🙂 Das Unternehmen wirkte interessant, der telefonische Erstkontakt mit Herrn H. war freundlich und entspannt. Sehr positiv: während andere Anbieter teilweise sehr penetrant versucht haben, telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufzunehmen, hat Eco abgewartet. So konnten wir uns in Ruhe ein Bild machen.

Wir haben einen Termin mit Herrn H. im Büro in Falkensee vereinbart. An einem heißen Sommertag im Juli 2018 fuhren wir voller Vorfreude hin, um unser vermeintliches Traumhaus zu planen. Nach einigen Stunden waren wir fertig – der Kopf qualmte. Es gibt so viele Möglichkeiten und es ist wahnsinnig aufregend, sein späteres Zuhause von A-Z erstellen lassen zu können.

Wir ließen uns zunächst im August 2018 ein 1 1/2-geschossiges Haus planen – kamen jedoch von dieser Idee ab und planten dann doch eine Stadtvilla. Wir waren uns (zum Glück) einig, dass wir nur mit einer Stadtvilla 100%-ig zufrieden sein würden. 140 qm sollte sie groß sein und – natürlich – verklinkert. Im Oktober 2018 erhielten wir das Angebot für unser Traumhaus. Nun waren wir komplett überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

In der Zwischenzeit haben wir noch weitere Termine mit anderen Hausbaufirmen wahrgenommen, natürlich wollten wir das Angebot vergleichen, jedoch war uns schnell klar, dass Herr H. uns von Eco System Haus überzeugt hat. Somit war es klar: wir wollten das Angebot unterschreiben!

Am 06.11.2018 haben wir uns in Falkensee getroffen und gefühlt 200 Unterschriften geleistet. Wir erhielten eine große Packung Merci und eine Flasche Sekt und fuhren glücklich nach Hause.

Am 14.12.2018 hatten wir einen Planungstermin mit der für uns zuständigen Architektin, Frau R. Sie begrüßte uns mit ihrem Hund in den Räumlichkeiten von Eco – um mich absoluten Hundenarr war es geschehen. „Hundemenschen“ sind mir einfach auf Anhieb sympathisch. 🙂 Wir sollten für diesen Termin ca. drei Stunden einplanen, besprochen haben wir den Hausentwurf inkl. Raumaufteilung, Position der Fenster, etc. Frau R. Hat uns gut beraten, konnte unsere Fragen beantworten und hatte Verständnis für meinen inneren Monk – die Fenster müssen unbedingt symmetrisch sein. Ich persönlich finde es absolut schrecklich, wenn die Fenster eines Hauses wild durcheinander angeordnet sind. Auch wenn die Bauherren dies wahrscheinlich aufgrund von Stellmöglichkeiten genau so wollten, so ist es für mich ein absolutes No-Go! Auf ein bis zwei asymmetrische Fenster würde ich mich noch einlassen, aber mehr geht wirklich nicht! 🙂

Frau R. Hat es möglich gemacht, dass tatsächlich nur ein Fenster (das Küchenfenster, das zu den Nachbarn rausgeht) aufgrund unserer Küchenplanung etwas eingerückt ist. Ich war glücklich, J. auch! 🙂

Der Vorentwurf oder auch: Jetzt ist der Wurm drin – wie kriegen wir ihn wieder raus?

Am 20.12.2018 ging es in die nächste Runde. Frau E. Von Eco stellte sich per Mail bei uns vor und teilte mit, dass sie nun unsere Ansprechpartnerin für alle planerischen Belange unseres Projektes, einschließlich des Vorentwurfs, der Ausführungsplanung und des Bauantrages sei. Großartig! Wir waren begeistert von Ecos Schnelligkeit. Wir fühlten uns gut aufgehoben, waren guter Dinge und konnten die nächsten Schritte kaum erwarten. Da noch Unterlagen des Vermessers fehlten, erhielten wir den Vorentwurf am 14.01.2019. Natürlich hat man den ein oder anderen Änderungswunsch (u.a. Kalksandsteinwände im OG aus Schallschutzgründen), es mussten einige kleine Fehler (falsche Dachsteine, Badezimmerfenster fehlte) korrigiert werden und der von uns beauftragte Bausachverständige, Herr N., hat uns auch einige wertvolle Tipps gegeben.

Am 05.03.2019 haben wir unseren finalen Vorentwurf erhalten, sollten ihn durchsehen und im Anschluss unterschreiben, damit dieser an die Kollegen in der Bemusterungsabteilung gegeben werden kann. Die Kollegen erstellen das Nachtragsangebot für uns, damit wir wissen, was unsere Extrawünsche an Mehrkosten verursachen.

Am 11.03.2019 erhielten wir eine Mail von Frau H. Sie informierte uns freundlicherweise, dass Frau E. Krankheitsbedingt leider eine Weile ausfallen würde. Sie hat nunmehr die Bearbeitung unseres Bauvorhabens übernommen. In dieser Mail schlug sie einige Veränderungen vor – diese waren selbst für uns als Laien absolut logisch und nachvollziehbar. Wir stimmten zu und warteten auf das Nachtragsangebot.

Am 21.03.2019 fragten wir nach dem Sachstand an. Keine Reaktion. Wir erinnerten am 25.03.2019 und erhielten die Info, dass wir noch weitere zwei Wochen warten müssten.

Man kann es nicht anders sagen. Es nervt. Warten. Warten. Nochmal warten. Natürlich hat man Verständnis für den Bauboom, dennoch bin ich sowieso ein ungeduldiger Mensch und empfinde Warterei als absolute Zeitverschwendung. 🙂 Leider kann man in der Zwischenzeit nichts anderes machen, so dass man gefühlt minütlich seine E-Mails checkt.

Am 28.03.2019 erhielten wir von einer weiteren Mitarbeiterin das Nachtragsangebot. Danke, danke, DANKE!!! Wer auch immer dafür verantwortlich ist – ich war einfach nur dankbar. Sofort war der Wartefrust vergessen. 🙂 Am selben Abend setzten J. und ich uns hin, prüften das Angebot und schickten ihn an Eco zurück. Am 01.04.2019 erhielten wir unseren aktualisierten Zahlplan – trotz oder auch wegen unserer Planungen haben wir sogar Geld gespart. So macht Hausbau Spaß! 🙂

Am 04.04.2019 erhielten wir eine weitere Info-Mail mit Infos zum weiteren Vorgehen. Unser Bauleiter sollte sich in den nächsten Tagen bei uns melden, die Grundstückssichtung stand an. Außerdem sollten wir uns (ENDLICH!!!) mit der Zentrale in Neumünster in Verbindung setzen, um einen Termin für die Bemusterung zu vereinbaren. Türen, Griffe, Lichtschalter, das ganze „Innenleben“ unseres Hauses würden wir planen. Das ist der Termin, auf den ich mich mit am meisten freute! Ferner wurden wir informiert, welche Unterlagen wir mitbringen sollten (auch eine Info zur Rauchrohrhöhe für den späteren Anschluss unseres Kaminofens – dabei planen wir doch ohne Kamin?! 😉 )

Am 02.05.2019 sollte es so weit sein – um 09:30 Uhr sollten wir uns in Neumünster einfinden und 5 Stunden für diesen Termin einplanen. Aufgrund der Anreise wurde uns eine Übernachtung in Neumünster angeboten. Aufgrund der Tour von ca. 350 km nahmen wir das Angebot gerne an und bestätigten den Termin. Die Vorfreude wuchs. Wir zählten ab diesem Zeitpunkt die Minuten und sahen uns schon am nächsten Tag umziehen. 🙂 Der Termin wurde seitens Eco für uns geblockt und von unserem Verkaufsberater, Herrn H., haben wir die Reservierung für unser Hotel erhalten.

Am 11.04.2019 fand unsere Grundstückssichtung statt, um 14:00 Uhr waren wir mit unserem Vermessungsbüro, N+B, sowie mit unserem Bauleiter, Herrn H., verabredet. Als wir ankamen, waren die Vermessungsarbeiten so gut wie abgeschlossen, da wir uns doch für eine Höhersetzung der Bodenplatte entschieden, mussten die Mitarbeiter doch noch einmal korrigieren. 🙂

Die Grundstückssuche

Auf einen bestimmten Landkreis wollten wir uns nicht festlegen, legten jedoch Wert auf einen Arbeitsweg bis max. 50 km, zudem wollten wir eine gute soziale und technische Infrastruktur.

Über Immobilienscout24 schauten wir immer wieder nach Grundstücken. Im Juli 2017 fuhren wir nach Ludwigsfelde (Teltow-Fläming), um uns den Rousseau-Park anzusehen. Das parkähnliche Konzept fanden wir sehr interessant und konnten uns ein Randgrundstück gut vorstellen. Wir ließen uns auf eine Interessentenliste setzen, besuchten das Sommerfest im September 2017 und hörten dann nichts mehr. Erst im August 2018 wurden wir vom neuen Vertriebsbeauftragten kontaktiert, haben uns jedoch in der Zwischenzeit anderweitig orientiert.

Auch in Trebbin haben wir uns Grundstücke angesehen, jedoch sollten diese teils im Bieterverfahren veräußert werden – das Grundstück, welches wir gerne genommen hätten, stand jedoch nicht (mehr) zum Verkauf.

Unsere Reise führte uns im Juni 2018 ins Havelland: Wustermark, Elstal, Priort, Falkensee, Schönwalde, Dallgow-Döberitz. Dallgow-Döberitz war uns zu teuer, wir wollten uns mehr als 250 m² leisten können, Grundstücke in Schönwalde und Falkensee bestanden gefühlt nur aus Bäumen, die Grundstücke in Priort waren nicht erschlossen (ich möchte keine Sickergrube!) und in Brieselang hätten wir Stromleitungen über dem Grundstück gehabt. Wir hätten nicht gedacht, dass die Suche so schwierig werden würde. Dass man überall Abstriche machen muss, war uns klar. Unser „Abstrich“ wurde schließlich die Entfernung. Über einen Zeitungsartikel in der BraWo ist J. auf die Funkstadt Nauen gestoßen. Nauen war zunächst viel zu weit weg für uns. J. hat dennoch recherchiert und einige Baugrundstücke in Nauen ausfindig gemacht. Die erste Kontaktaufnahme mit dem Veräußerer der Grundstücke erfolgte per Mail. Schnell erhielten wir eine Übersicht der freien Grundstücke, welche noch erschlossen werden sollten. Wir sind spontan in die Funkstadt gefahren, haben die Altstadt besichtigt, lange Spaziergänge durch die Siedlung gemacht und das Baugebiet in Augenschein genommen. Anschließend haben wir für den 08.07.2018 einen Besichtigungstermin mit dem Eigentümer der Grundstücke vereinbart. Zum Glück waren wir uns schnell einig, welches Grundstück es wird. Wir wollten ein außen liegendes Grundstück mit Blick auf ein Feld. Für uns war klar: dieses oder keines! Wir reservierten das Grundstück und ab diesem Zeitpunkt tickte die Uhr: wir hatten sechs Wochen Zeit, die Finanzierung über die Bühne zu bringen, alles Notwendige zu veranlassen um schlussendlich den Kaufvertrag notariell beurkunden zu lassen.